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Der Meineidbauer

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G'schichten in mir aufg'mischt. - Mein Gott! 's is mir aber doch lieber, als es kommt nachtig über mich - wie's g'wesen is und wie's sein könnt! - Aber am Sonntag, da fecht mich nix an, da hab ich mein Betbüchl und hör d' Orgel spiel'n! (Vertraulich, indem er ein in ein Tuch geschlagenes Gebetbuch sorgfältig aus der Rocktasche zieht.) Siehst, Vroni, damit setz ich mich mitt'n unter die Leut' mit g'flickte Röck' zur zweit' Mess' in ein Kirchbankeck hin - (öffnet behutsam die Schliessen und halb die Blätter.) Da is a Veigerl vom Bach, wo wir 's erst' Mal vertraulich miteinand' g'red't hab'n, und paar Blatteln weiter von dem Strauch auf ihr'm Grab die wilde Rosen, die ich mir einmal von Ottenschlag g'holt hab! (Schliesst das Buch und birgt es sorgfältig an dem früheren Orte.) Und wenn ich das Buch so in der Kirch' vor mich hinleg, da siech ich s' ordentlich vor mir lieg'n, dö Örter, wo ich meine Täg zu'bracht hab - da liegt tief im Grund das kleine Ottenschlag und hoch oben das nette Wirtshaus »Zur Grenz« - klein wie a Schwalbennest -, weiter im Land, nur zwei Stund', liegt der Kreuzweghof und noch zwei Stund' weiter Altranning - und da verwundr' ich mich, dass man auf nur vier Stund' Umkreis im Land so viel derleb'n kann, und da steht alles vor mir, als ob's gestern g'wesen wär - und da setzt die Orgel ein - und da denk ich so in mir, dass amol im Leb'n a jeder sein' Kreuzweghof g'habt hat, wo ihm's grimmig schlecht gangen is, dass aber auch mit Gotts Hilf' jeder amol sein Altranning find't, wo er Grossknecht werd'n kann! - Und da frag ich mich selber, ob mir's recht wär, wann ich all das nit derlebt hätt und 's sollt alles anders sein, wie's is - da schau ich auf meine zwei Bleamerln und sag: »Nein!« Und da wird mir's so warm unterm Brustfleck und da inwendig in mir ganz stad! - Dös sein meine Sunntäg! - jetzt b'hüt dich Gott, Vroni, und überleg dir mein' Red'! (Ab.)   Dritte Szene Vroni (allein). »Überleg dir mein' Red'!« und »lass dein trutzig' Wesen sein!« Wie g'ring sein der Leut' Wort', wann s' auch 's Schwerste von ein'm verlangen. - Mein liaber Grossknecht, wann's wahr wär, was du sag'st, was gabet's da zum überlegen? In d' weit' Welt müsst ich laufen, dass s' mir nit von morgen an im Ort zum alten all neu' Schimpf und Schand an den Kopf werfen! Und was bleibet mir denn, dass ich's ertraget, so daz'stehn vor mir selber, wann nit der Trutz als mein einzig' und ältester Freund, der mit mir aufgewachsen is? - Ich sollt 'n ableg'n? - Kann ich leicht anders sein, als ich bin? - Und hab'n s' nit alle dran
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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