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Liese.
No, der is gar a traurig' War', sein' Büchs' is ihm losgangen, er
hat sich selber ang'schossen und is kopfüber abi in
d'Wildbachschlucht g'stürzt; wann die Pascher nit grad rechtzeit
dazukämma, dass s' ihm noch derglengen können mit 'm Seil,
wie er nur' hängt im G'strüpp, wo er sich derfangt hat, und dös
sich schon loslöst unter seiner Schwer'n, so is er hin.
Vroni (erschreckt für sich).
Um aller Heilig'n willen, wenn dös der Franz wär!
Liese.
Ich bring ihn gleich, nimm derweil dein' Jopp' um und richt dir
die Haar! Kannst nachher in mein Stüberl hinüber. (Ab.)
Vroni (zieht sich mechanisch an, wie die Liese gesagt).
Ich mag's nit denken - es wird nit so sein! - Sollt der arme Bub
um mich leiden! 's is g'wiss a fremd' G'sicht...
Vierte Szene
Die Vorigen. Liese führt Franz herein.
Vroni.
Jesus, er is's! (Zustürzend und ihn von der andern Seite
stützend, leidenschaftlich.) Franz, Franz - da dran bin ich
schuld! - Sei nit bös, ich bitt dich, dass ich den Alten auf dich
g'hetzt hab, hätt ich mir's denken können, dass's so ausgeht...
Liese (steht jetzt zur Seite, sie hat voll Erstaunen den Arm des
Franz verlassen, den Vroni nun allein stützt).
Franz (bleich, wirres Haar, etwas unsicher gehend, die Kleider
derangiert, den linken Arm in der Binde, beisst manchmal die
Zähne übereinander).
Was sprichst du denn? - Ich - ich selbst - habe ja -
Vroni.
Ja - du hast dich leicht ang'schossen mit der Büchs', die der
andere g'habt hat.
Franz (sinkt in den Grossvaterstuhl).
Wenn du mir einen Dienst erweisen willst, so rede nichts
davon! (Schliesst die Augen.)
Liese.
Ah Spektakel, ös kennt's enk, ös seid's so vertraut - da kennt
sich kein Teixel aus! - Wer is denn dös?
Vroni (halblaut).
Der Ferner Franz!
Liese (höchst verwundert).
Der jung' Meineidbauer?!
Vroni.
Der is kein Meineidbauer, Ahnl, der nit!
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