Titel:

Der Meineidbauer

Startseite
Artikelliste
english
  
ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>|
  Wir empfehlen:       
 

hat g'sagt: »Ich hoff, dass mir alles verzieh'n is, wär ich in der Schuld, lieget nit der Seg'n auf mein' Haus und mein' Hof!« Da lacht der schwarze Mann, dass's 'n Bauer im Bett z'sammbeutelt hat, und hebt sich am Betteck so hoch, dass er an die Tram oben anstosst; »Bauer«, sagt er, »so is's nit! Du hast mal die Hand zum Himmel aufg'hob'n und hast g'schworen, dass dein' Lug' wahr wär, von da an warst mir verlobt, und der Obere hat dir von der Stund' an nimmer nutzen und schaden könna, und ich hab dir's wohl sein lassen, damit'st dich nur noch mehr verblendst, 's Schlechteste is dir verwilligt word'n, weil ich woll'n hab', dass d' dich auch im Gebet versündigst und kein Weg dich mehr zurückführt zu dem andern, den ich nit nennen kann.«   Ferner (blickt, am ganzen Körper bebend, mit verglasten Augen nach der Erzählerin). Du verflucht' Erbfeind!   Mahm (wirft ihm einen bösen Blick über die Störung zu und fährt fort). »Bauer«, sagt der Höllische, »g'hörst mein, mein g'hörst, denn dein ganz Leb'n hast in mein' Diensten zubrachte - Ich war dein Oberer und dein Herr von dem Augenblick, wo du vorm Kreuz die Wahrheit abg'schwor'n hast, bis später, wo ich dir dein sündig Bitten erfüllt hab', denn es steht geschrieben: 'Ich bin der Lügengott und Fürst der Erd'!«   Ferner (entsetzt). So schaut's aus! (Kleine Pause - rafft sich noch einmal auf, halb wie trotzig.) Dös is doch nur ausdenkt!   Mahm (wie oben). Alsdann, dass ich sag, wie selb' alles der Bauer merkt, da hat er woll'n sich bekreuzen, aber der Höllische hat g'lacht: »Ich weiss, du möcht'st jetzt a Kreuz schlag'n und dös könnt dich auch derretten, wann d' Hand noch dein wär', aber du Depp, du vergisst, dass die Finger, die d' dabei z'sammfalten müsst', d' Schwurfinger sein, so heb den Arm, wann d' kannst!...«   Ferner (fährt mit wildem Aufschrei empor.) Franzl!! - Was wisst's ös davon? - Trag ich leicht schon a Zeichen an der Stirn? Was neugiert's nach mir her? Weg! (Wendet sich mit starrem Blick). Was soll's? Aus jedem Winkel verfolgen mich Augen mit verwunderigem G'schau! Was wollt's mir abfragen? - Fort! - Hinaus! - (Indem er sich aufrafft, stösst er den Stuhl um, eine Staubwolke wallt auf, der Stuhl hemmt seinen Fuss.) Haha! Was steigst denn grau aus 'm Boden auf, alter Erbfeind, warum nit in deiner Leiblivree - schwarz, ganz schwarz?! Bin ich dir z' g'ring, oder bist meiner schon so gewiss? - Lass ab von mir! Wann ich's auch g'spür, wie mir deine Faust den Atem verlegt - wann ich's auch g'spür, wie die
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>| 

Zurück zu Themenseiten:
CopyrightedBy.com/Startseite/Genres/Klassik
CopyrightedBy.com/Startseite/Autoren/A

Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache.

Artikelliste:
Ein Mann,den Gott liebt
   
  Startseite  |  english  |  Bookmark setzen  |  Webseite weiterempfehlen  |  Impressum