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Der Meineidbauer

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Mutter auf 'm G'höft lassen - kein Testament hat sich aber nit g'funden, der Prozess is für euch verlor'n gangen, und wie das war - hat er euch hinausg'jagt in Elend und Schand'!   Vroni (schüttelt traurig den Kopf). Warum denn erzählst dem Kind die Schand' seiner Mutter?   Grossknecht (aufstehend). Dass d' dir a Beispiel draus nimmst! Du bist auf 'm Weg, die nämliche Dummheit z' machen. (Tritt zu ihr und legt ihr die Hand auf die Schulter.) Dös is nit der erste Sonntag, den du, wann's Gesind' in der Kirch' is, da hintri in' Garten schleichst und auf 'n Bauerssohn wartst!   Vroni (steht auf, trotzig). 's is nit der erste!   Grossknecht. Aber der letzte - wann d' g'scheit bist! Du wirst so wenig Bäurin da am Adamshof, als wie's dein' Mutter drüben vom Kreuzweghof worden is!   Vroni. Ich weiss nit, warum dich gar so harbst, weil mich der Toni gern hat?!   Grossknecht. Verlass du dich da drauf! Glaubst du, sein Vater redet da nix drein, wann er dahinter kämmet! Damit 's d' es nur weisst, du kannst dich nit mal wie dein' Mutter mit ein bissel Hoffnung zum Narren halten, denn dich kann der Toni nur in die Schand', aber nie mehr zur Ehr' bringen, weil er schon a Weil' neben dir auch mit der Crescenz vom Kreuzwegbauer geht.   Vroni. Du lugst! - Dem Kreuzwegbauer sähet's wohl gleich, dass er sein' Crescenz gern daher auf 'n Adamshof als Bäuerin setzet, damit nur ich nie da schaff und schalt - er war mir von Kind auf feind - aber so tut der Toni nit!! Du weisst nit, wie wir zwei miteinander stehn! Meinst, ich bin ihm nachg'laufen? Nein, er is zu mir kämma! - Wie s' uns vom Kreuzweghof wegg'jagt hab'n, sein wir zur Ahnl nach Ottenschlag gangen und dort blieb'n - bis zur Mutter ihr'n Tod. - Der Toni hat ihr bis zu ihr'm End' viel Guts tan, weil er g'sehn hat, wie mir ihr Elend z' Herzen geht - darum bin ich ihm gut word'n, und wie er mich an ihr'm Tot'bett g'fragt hat, ob ich ihn leiden könnt, hab ich ihm g'sagt, wenn er's ehrlich meint, könnt ich 'n wohl gern hab'n! - Auf dös hat er mich von dort weggenommen und daher an' Adamshof bracht, weil bei der Ahnl in der Schenk' Juden und Pascher einkehr'n, öfter g'schwärzte War' verstecken und dös alte Weib - der Herr besser's in der Sterbstund' - koan' Gott und koan' Glauben hat! Er braucht a frumm' christlich' Weiberl, hat er g'sagt.  
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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