Mahm.
Meiner Treu', bin ich froh, ich hab schon glaubt, 's müsst a
Leich' ins Haus, die Totenuhr hat die ganz' Nacht in ein'm fort
tickt in die Wänd'.
Bader.
Dumm' Zeug, Baumahm, die Totenuhr, das sag ich Euch, is nix
weiter als ein Wurm, der sein' Schädel im Holz anrennt, und
bedeut' morsche Bretter und Balken, sonst nix! - Bleibt Ihr noch
a Weil' auf, Baumahm?
Mahm.
Solang so a Wetter is, fürcht mer sich doch.
Bader.
Wisst, ich passet's auch gern ab, die Nässen kann ich nit
leiden. Her hab ich müssen, von wegen dem Kranken, aber z'
Haus, das is ein ander Sach; da is mein Weib, die kann euch
die Nässen nit leiden und zählt mir jeden Tropfen vor, wann ich
heimkomm! Da sein die Dirndln da ein paar andere, brave, die
sein zu mir g'laufen kommen weg'n Vater in dem Höllenwetter.
Na, dafür kriegt jede amal ein' brav' Mann.
Rosl.
Ja, Bader, aber ein', der sich z' Haus traut zu sein' Weib.
Kathrein.
Und wo man nit, wie heut bei Euch, schon vorm Wetter die
Tropfen kann zähl'n von der Näss', was Euer Weib nit kann
leiden.
Bader.
Oho! Oho! Ihr meint, weil ich trink. Teixeldirn! Trinken muss
unsereins, das g'hört dazu, dass 'n die Elendigkeit der Leut' nit
so angreift. Ich wollt, dös Wetter wär erst vorüber.
Kathrein.
Meint's das dahoam - oder -
Bader.
All' zwei!
Rosl.
Geht, Mahm, macht Euer Buch zu, Ihr derbetet's doch nit, dass
dös Wetter in der Bälden aus wird. Heunt wär so a Nacht für a
recht a grusliche G'schicht, verzählt's eine.
Kathrein (kneipt sich in den Arm).
Es is so eigen gut, wenn man a Ganshaut kriegt.
Mahm.
Ös wisst's, der Bader kann die gruslichen G'schichten nit
leiden.
Bader.
Erzähl s' nur, Baumahm! Meinetweg'n kriegt ihr eure
Gänshäute, schlechte Träum' und schiefe Ansichten, mir is's
gleich.
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