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Tremolo
Ferner (zitternd mit verhülltem Gesicht).
Oh, du mein Heiland, hat dös a noch sein müssen?! - (Kleine
Pause, lässt die Hände herabsinken.) Er hat's selber nit
anderscht woll'n, es is ihm völlig von Kind auf b'stimmt g'wesen
durch meine Hand. - Tief liegt er jetzt unt' - der Wildbach reisst
ihn mit - bis zum scharfen G'fäll dort über die Kanten bleibt kein
Stuck von ihm ganz - den Brief verschwemmt's - den Aufweis
gegen mich und den Mitwisser bringt keins mehr ans Licht. Dös
is a Schickung, dös muss a Schickung sein. (Kniet an der
Martersäule nieder.) Ich hab's ja ehnder g'wusst, du wurdst
mich nit verlassen in derer Not! (Seine Kräfte verlassen ihn,
und er sinkt an der Säule mit den Händen abgleitend zu
Boden.)
(Kurze Melodie, eine düstere Gebetform, in die sich der Marsch
der Schwärzer verschlingt, welche oben, ein zweiter Zug, an der
Brücke erscheinen.)
Dritter Akt
Ärmliche Hütte.
Im Hintergrunde eine Mitteltüre, rechts eine Holztreppe, die auf
den Boden führt, links ein Kachelofen. Im Vordergrunde ein
Tisch, zwei Holzsessel, ein Grossvater-Stuhl, neben an den
Kulissen eine Bank, davor zwei Spinnräder; zwischen diesen
und dem Grossvaterstuhl steht ein Kienspanhälter, ein solcher
Span beleuchtet die Szene.
Erste Szene
Die Baumahm im Grossvaterstuhl liest in einer grossen
Hauspostille, Rosl und Kathrein sitzen auf der Bank und spinnen
abgespannt und schläfrig; wenn der Vorhang aufgeht, steigt der
Bader die Holztreppe herunter.
Bader (kommt unter folgendem vor und setzt sich an der Seite
der Mahm).
's is recht g'scheit g'wes'n, Leutl, dass mich gleich habt's rufen
lassen, nur immer rechtzeit dazuschau'n; aber da sein a paar
im Ort, die sag'n: »Ja, der Bader kann auch nix geg'n die Natur,
wo die nit hilft!«
Mahm.
Was macht er denn, der Bruder?
Bader.
Er schlaft wie 's ruhig Gewissen und morgen steht er g'sund
wieder auf; geht auch schlafen, Dirndln, der Vater is ausser
aller G'fahr.
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