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Vroni.
B'hüt Gott! (Geht ans Fenster.) Jetzt weiss ich nit amol, ob er 'n
rechten Steig gangen is - man sieht drauss kein' Strich vor die
Augen - nimmt er 'n g'fehlten, geht er a Stund' um und 's Wetter
is nur zum runterfall'n! (Kehrt zur Mitte zurück.) Wird a
schlimme Nacht werd'n! Dös Häuserl steht so einsam auf der
Höh' und da fasst's allmal der Wind von all'n Seiten, als wollt'
er's davontragen, und wann ihm das nit g'rat'n will, kommt er in
Zorn und beutelt's durcheinand, dass Tür und Fenster vor
Angst schrei'n. (Ist zur Tür gegangen und hat sie geschlossen,
geht jetzt gegen das Fenster.)
Neunte Szene
Vorige. Ferner erscheint am Fenster.
Ferner.
Lass nur auf!
Vroni (tritt erschrocken zurück, für sich).
Da is er doch noch!
Ferner (setzt sich aufs Fensterbrett, das Gewehr zwischen den
Knien).
Je, wie's dich z'sammenreisst! Verlegt's dir die Red'? - Is a
gescheiter, du redst nix und nimmst Vernunft an! Bist ja a
willige Dirn'! Hast wohl a dem nit »nein« g'sagt, den ich vorher
hab da naussteig'n sehn? - Ich weiss, es is dir nit um mich z'
tun und hätt'st dir's wohl nit denkt, wie d' mich heut so klein
g'macht hast, dass ich so bald wieder aufstund' und gar noch
herkimm zu dir! Aber ich hab grad die schneidigen Dirndln gern,
es is a b'sondrer G'spass, die mürb z' machen! Desstweg'n
taugst mir und, wann's a schon a Weil' her is, dass ich nach
kein' Dirndl mehr frag, zu dir komm ich doch fensterln! Hahaha!
(Steht auf, tritt auf sie zu, die Zähne übereinander.) Mach keine
Umständ', sonst brenn ich dich beim ersten Schrei nieder! Gib
'n Brief heraus!!
Vroni (wieder vollkommen gefasst, für sich).
Wart, Falschspieler, wie ich dich jetzt trumpf!
Ferner.
B'sinn dich nit lang!
Vroni (wie zornig).
Weisst ja doch selber recht gut, dass ich 'n nimmer hab! Hast
wohl drauss auf der Lauer schon dein' Freud' dran g'habt, wie
ich wehrlos dasteh, neam'nd errufen kann und tun muss, wie
euch g'leg'n is!
Ferner.
Spinn keine Faxen, zwirn hurtig aber, gib 'n raus!
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