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Der Meineidbauer

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gehasst von klein auf, dich und die Deinen, ihr war't, wenn nicht die Schuld, so doch die Ursache, dass sich mein Vater an mir vergriff, dass ich von der Heimat musste; und je grösser ich wurde, je mehr mir's aufs Gewissen fiel, wie wir an euch Unrecht getan - je erbitterter wurde ich gegen euch! Doch das ist vorüber, seit ich dich gesehen! Vroni, lass uns Frieden machen! Verzeih! Es ist wahrlich genug an dem, was wir alle gelitten! -!   Vroni. Ich hätt mich dem, den d' früher da troffen hast, nit so unüberlegt anvertraut, hätt mich nit schon als klein' Ding nach wem verlangt, der mich schützt vor Not und Gefahr und vor eurer Feindschaft. Die Lieb' wär nit word'n ohne 'n Hass! Und bin recht froh, dass jetzt eins wie's andre aufhör'n soll! - Musst nit ungleich denken über mich weg'n dem Bub'n!   Franz. G'wiss nicht. - Liegt dir so viel daran, Vroni, wie ich über dich denke?   Vroni. Freilich wohl, weil ich dir vertrau.   Franz. Das kannst du wahrhaftig.   Vroni. So is's gut und so is's recht, und jetzt fürcht ich mich auch nimmer, seit ich weiss, dass du zu mir haltst.   Franz. Hab ich mir's doch schon heute früh am Adamshof gedacht, wenn du die Vroni wärst, ich müsste dich an etwas erkennen, ich hab es aber nicht herausgefunden. Jetzt fällt mir's ein, wie ich dich da so vor mir stehen sehe, voll Stolz und Trotz gegen alle Welt und voll Vertrauen gerade gegen mich - ja, das ist das Gesicht, das ich oft gesehen habe, das Gesicht der kleinen Vroni, so ungebärdig und treuherzig wie damals, als wir vier Kinder noch auf dem Kreuzweghof spielten. Weisst du noch was?   Vroni (verlegen). G'wiss a recht a dumme Kinderspielerei?   Franz. Wir spielten damals »Onkel und Vroni« - der Jakob - ich erinnere mich jetzt recht gut, wie der damals aussah - der war der Geistliche, der uns zusammengab, und die kleine Crescenz war die Kranzeljungfer -   Vroni. Ja und die schönsten Schläg' hab'n wir für das Spiel kriegt, weil's d' Mutter nit hat leiden können, 's wär' unschicklich g'wes'n.  
  
Siehe auch:
Klang der Heimatglocken
Das singende Bergkreuz
Dämmerung über dem Moor
Und wieder blüht der Wald
Fremdling vom Hölltal
Das Kreuz am Acker
 
   
 
     
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