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sicherer! Jetzt b'hüt dich Gott! Ich weiss, du träumst, du würdst
leicht Kreuzwegbäu'rin, ich tät dir's wünschen - aber Vroni, du
bist nit die erst' und wirst nit die letzt' sein, die der in die
Schand' bringt; wann d' dem vornehmen Herrn amal z' g'ring
bist, wann d' dich nimmer ausweisst, dann komm zu mir!« Bin
gleich zum Kreuzwegbauer, der hat tan, wie ich vorg'sagt hab,
er hat mich mit Freuden gehn lassen. Ich aber bin in der
nämlichen Nacht noch fort, es ist mir schwer ums Herz g'wesen
wie nie mein Lebtag und ich hab glaubt, es müsst mir die Brust
zerspringen, wie mir's weh g'wesen is! - So bin ich daher
kämma, nach Altranning, daher auf'n Adamshof, wo ich jetzt
noch bin!
Vroni.
Hast dich nimmer um sie umg'schaut?
Grossknecht.
O wohl! A Jahrl drauf hab ich g'hört, sie is mit ein'm Bub'n
niederkommen, das war dein Bruder, von dem man jetzt nicht
weiss, was aus ihm worden is - gleichwohl war s' noch a ledige
Dirn! Da bin ich nüber nach 'm Kreuzweghof und hab mit ihr
g'red't, hab ihr g'sagt: »Vroni, schau, sei gescheit, du bist wohl
jetzt in der Schand', aber trau mir, ich nimm dich doch noch,
der Bub' soll auf'zog'n werd'n bei uns, was braucht denn so a
Haserl? Wird er grösser, schafft er mit in unsrer Wirtschaft und
verdient sich sein kloan' Leben, geh mit mir, ich hab a alte
Mahm, die gibt mir ihr' kloan' Wirtschaft in B'stand!« - Da hat s'
g'weint und g'sagt: »Du bist mein rechter Freund, ich komm zu
dir. Heut noch red ich mit 'm Kreuzwegbauer!« - G'red't hat s'
mit ihm, so viel is g'wiss, und der wird schön g'lacht hab'n über
den Simpel, der 's Nest samt 'in Kuckuck kaufen will, aber die
Vroni war ihm noch zu neu - (dreht die Pfeife ins Rohr, dass
diese zerbricht, und wirft die Stücke zur Seite). - Nochmal hat
er s' ang'setzt - und da bist du kämma - und sie is wie früher die
Zuhälterin vom Bauer g'wes'n! - Von dem, was nachher kämma
is, wirst vielleicht manches selbst wissen! Paar Jahrln sein
drüber ins Land gangen, wo s' dich und dein' Bruder hab'n auf
'm Kreuzweghof mit die Hendeln und die Geiss rumrennen
lassen, weil's einmal dag'wesen seid's! Auf amal hat's
g'heissen, der Kreuzwegbauer hätt dein' Mutter endlich doch
heiraten woll'n und hätt sich drum mit seine Leut' überworfen
und auf einer Reis' nach Wien - wo er dein' Bruder auch
mitg'nommen hat - hätt er woll'n alles ins reine bringen; er is
aber krank word'n und dort im Spital g'storb'n! Dein' Mutter hat
sich drauf verlassen, dass a G'schrift da is oder dass 'm Bauer
sein Wort gilt, und hat drum ein' Prozess ang'fangt - der
Matthias, der durch 'n Tod von sein' Bruder Kreuzwegbauer
und euer Vormund word'n is, hat a Weil' zugeschaut und dein'
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