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Toni.
Wohl, hat's aber doch allmal mit der doppelt und dreifach
Schnur g'halten. Wir sein alle auf der Welt, wie wir sein können,
nit anderscht, und dir wurden d' Leut a weiter nix nachsag'n, als
dass du deiner Eltern Kind bist und ihr lustig Blut nit verleugnen
kannst.
Vroni (überlegen).
No, wenn ich meine Gedanken auch von meine Eltern hab -
und hätten die a zehnmal lustig' Blut g'habt - so müssen s' doch
rare Leut' g'wesen sein, die sich nur zu rechte Leut' g'halten
hab'n, denn ich denk mir grad, dass's mir recht lieb is, so ein'
Lumpen, wie du bist, auf gute Art los z' sein. Ich war a jung',
dumm' Ding, wie ich dich hab kennengelernt. - Du hast mir
g'fall'n, in die Jahr' g'fallt ein'm leicht einer und glaubt man, was
wie a Mann ausschaut, müsst a einer sein, du hast a alles
Gute, Liebe und Schöne versprochen, weil ich dir in die Augen
g'stochen hab, und das wird dir a kein Bub im ganzen
Kirchspiel verdenkt haben. Wärst a wengerl was von ein' Mann
g'wesen, hätt'st mir doch ehrlich sagen können: »Aus is's!«
Wann mir a 's Herz anfangs schwer g'wesen wär drüber, an
dein Hochzeittag hätt ich dir nix verdorb'n und wär'n mir bis
dahin Herz und Füss' g'wiss wieder leicht g'wesen, ich hätt mir
denkt: Hat halt nit sein soll'n, und du wärst allmal in meine
Aug'n, wann a a unrechter Liebhaber, doch a ehrlicher Mann
blieb'n. So hast du dein Wort nit g'halten und a nit
z'ruckg'nommen und hinterm Rucken von zwei Weibsleut' dir
austipfelt, was allzwei mit a wenig Ehr im Leib nur kränken
kann. Die reich' Bäurin, ah, die is dir schon recht kämma, und
die arm' Dirn, die so lang mit dir geht, hast g'meint, die kann nit
anderst als weiter fortzotteln auf dem Weg, wohin dir recht wär!
Nein, Lumperl, so tun wir nit! - Wär ich dazu aufg'legt, so könnt
ich dir ganz andre G'schichten derzählen: Leicht, wie ich
morgen schatzgraben geh, oder von Wechselbälg', wo in der
Wieg'n vertauscht werd'n, weisst, und sein später auf amal
einer, was der andere hätt sein soll'n und wie sich da einer
leicht vergreift, glaubt, er hat schon die reich' Bäurin, dieweil
wird die ein arm' Dirndl, und mit der arm' Dirn, wo er meint, is
recht pfiffig, dass er S' verlasst, hat er die reich' Bäurin
ausg'schlag'n! Aber eben die arm' Dirn, die du von der
Grossmutter abg'red't hast, dass d' s' leichter jahrelang
rumzieh'n kannst, die is die Jahr her älter, und trotzdem sie
allweil um dich war, doch auch gescheiter word'n; hitzt, wo ich
wieder frei bin, müsst wohl a andrer kämma, a rechter Mann,
dem ich »ja« saget! So, und hitzt hab'n mir ausg'red't
miteinander, gar is's und aus is's, und jetzt marschier naus, wo
d' rein kämma bist!
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