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Der Meineidbauer

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Vroni. Wohl! Ich hab nix dageg'n, bin keiner neidig, die dich kriegt, vergönn dich einer jeden und verlang nur, dass d' jetzt gehst und mich a künftig in Ruh lasst.   Toni. Das hoasst, ich bin für dich so gut wie a Jud, vor dem d' ausspuckst!   Vroni. Ach beileib', ich spuck vor kein' Juden aus!   Toni. So wär ich noch schlechter in dein' Augen wie a Jud'?! Führst schöne Reden! Wie ich sag, so könnt'st nit sein gegen mich, wann dir früher mit der Lieb' Ernst g'wesen wär!   Vroni. Streifst allweit da rum wie d' Katz' an alt' Weiberkittel?! Steht dir b'sonders gut an. Wunderst dich wohl gar, dass ich mir, weil's so kämma is, nit 'n Kopf drüber abreiss?! Du bist ja a nit in d' Fraiss g'fall'n, wie's g'heissen hat, du sollst die Crescenz nehmen.   Toni (kommt vor). Schau, Vroni, 's is ja aber noch nit verbrieft und versiegelt, das mit der Crescenz - wer weiss, wird noch was draus! Lass dir nur sagen, was die Crescenz für eine is, du kannst dir gar nit denken, was die für Mucken hat und wie hochfährig als s' is, weil du nie so sein könnt'st wie die! Wenn man s' neben dich halt't, verliert s' in allen Stucken; mein Gott, die Crescenz is a arm's Waiserl gegen dich.   Vroni. Glaub doch nit, dass i so dumm bin wie oft andre Weibsleut', wo drei, vier zu ein' halten - wann er nur allmal bei jeder die andre orndlich schlecht macht und heruntersetzt; und 's is der ganze Kerl oft nit eine davon wert, obwohl die selber nit von die besten sein.   Toni. Bin ich denn a so wie dö, von die du sagst, die's mit mehr Weibsleut' halten? Was frag ich nach alle andern, dich möcht ich nur nit verlier'n. Wann d' Crescenz ihre Mucken hätt und mich am End' doch nit nähm, hätt ich nix als 's leere Nachschau'n. Und wenn ich's nehmen muss, wie beschlossen is von dö zwa alten Dickschädeln, wo d' ja weisst, es lasst keiner mit sich reden, und ich sollt dich nimmer sehn, wär wenig Freud' für mich auf der Welt, dich bin ich g'wohnt, du bist mein Schatz - könntst du's nit bleib'n? Müssten uns halt drein schicken... Dein' Mutter hat's auch mit 'm Bauern g'halten.   Vroni. Der war ledig.  
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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