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Franz.
Unglückseliger! Dein erstes Zeichen spricht nun wider dich!
Ferner (wankt zitternd nach rückwärts zu einem Stuhle, in den
er kraftlos zusammensinkt, die Hände vor sich faltend).
Vroni (tritt näher).
Siehst, Meineidbauer, so g'fallst mir! Zu was das Grosstun, wo
wir zwei doch wissen, wie wir miteinander dran sind? Du magst
dir's wohl denken, wie ich auf die Stund' g'wart und g'wart hab
die Jahr her, und drum hab ich auch g'wusst, dass d' mir
d'Freud nit verdirbst, wann sie kommt! Dass du klein, ganz klein
werden wirst, so klein, wie du dich ehender vor alle Leut' gross
g'macht hast! - So hab ich dich sehen woll'n, vorerst allein, eh
noch die Welt dich so sieht - so wollt ich dich haben allein vor
mir! Aug' in Aug'! Wie du kein Wort im Maul hast und dir doch
deutlich gnug auf der Stirn g'schrieb'n steht: »Du hast mir nit
Unrecht tan, ja, ich bin a grosser Halunk!« - Das hat mich
herg'führt, und jetzt Gute Nacht miteinander! (Wendet sich und
geht bis zur Türe.)
Franz.
Vroni.
Vroni.
Willst du mir was?
Franz.
Lass mich ein Wort bei dir einlegen für den alten Mann - warte
wenigstens noch zu - überlege - überstürze nichts!
Vroni (ernst).
Ferner Franz! Drüben in der Totenkammer zu Ottenschlag liegt
jetzt zur Stund' mein Bruder nach ein' elend verkommen' Leben
auf 'm Laden; ich hab's aus seine letzten Wort', dass's mit ihm
nit so kommen wär, wär der dort ein anderer g'wes'n! Musst nit
für den bitten!
Franz.
Red ich denn für ihn allein? Vroni, trifft's nicht auch mich mit?
Vroni.
Armer Bub, ich weiss, dass du für nix kannst und wie schwer
als's is, an fremder Sünd' schleppen! Aber ich kann dir nit
helfen; die alte Rechnung muss erst ins reine; wann nix mehr
am Kerbholz steht, dann komm und red für dich. (Reicht ihm
beide Hände.) B'hüt dich Gott!
Verwandlung
Stübchen der Vroni in Ottenschlag.
Seitentüre links. Im Hintergrunde rechts das Bett, mehr links
das Fenster, Aussicht, im späteren Bilde sichtbar, auf die
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