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Kurzes Klopfen.
Vorige. Vroni tritt ein und geht rasch vor, wobei sie die Mitte
gewinnt.
Vroni.
Guten Abend!
Franz (aufmerksam machend).
Vater!
Ferner (erhebt den Kopf aus den Händen).
Wer is's? Du?!
Vroni.
Grüss Gott miteinander! (Zu Franz, der fort will.) Bleib nur da -
kannst auch hör'n, was ich mit 'm Matthias Ferner z' reden hab!
Ferner (ist aufgestanden und tritt, ganz der alte, auf sie zu).
Z'reden hätt'st mit mir, keck's Ding! Wird wohl nix so G'wichtigs
sein und hat wohl auch a andermal Zeit! Wär grad heut
aufg'legt zu ein' Diskurs mit dir! - Wann d' aber schon kommst,
so tritt nit in die Stuben, wie vom Himmel g'fall'n; und klopfst
schon an, so wart auch, bis man dir »Herein« sagt; dann muss
ich dir noch sag'n, dass ich da Herr von Haus und Hof bin und
für dich nicht Matthias Ferner, sondern Kreuzweghofbauer
heiss, das dermerk dir und, wann d' nächst' Mal kommst, so
komm mit Art und hitzt geh!
Vroni.
Es taugt mir aber grad heut und derentweg'n musst dich also
nit harben über meine Unarten, ich bin schon so! - In die
Stuben da hoff ich noch a öften z' kommen, ohne Anklopfen,
und wann ich dich Matthias Ferner heiss, is's doch allweil dein
ehrlich' Nam', und ob dich d'Leut noch lang' so ruf'n werd'n,
drauf möcht ich nit schwören, leicht heisst d' in paar Wochen
schon im ganzen Land, wie d' bei der Ahnl in Ottenschlag
schon d' Jahr her heisst, der Meineidbauer!
Ferner (auffahrend).
Noch so a Wort, Dirn...! (Bezwingt sich und schupft die Achsel.)
Bei der Alten in Ottenschlag rappelt's, und die hat dich jetzt
wohl auch verruckt g'macht?!
Vroni.
Die Ahnl weiss derweil noch nit, was ich weiss - und ich war
noch nie gescheiter wie heut! Auf 'm Adamshof hab ich dir in
der Fruh' g'sagt, dass ich nit g'wart hätt bis heut, wusst ich von
deiner Sünd' - dass ich aber hoff, ich käm dir noch drauf - da
hab'n wir wohl keins denkt, dass ich dir jetzt am Abend sag'n
kann: Ich bin dir draufkämma und ich wart auch nit! - Ich wart
nit und unser Recht muss uns gleich werd'n, denn das alte
Weiberl drob'n in Ottenschlag hat wenig Zeit mehr zum Warten!
Ich wart nit, denn die Leut' können die Wahrheit nie zu zeitlich
erfahr'n und ich denk, die Lug ist alt gnug word'n! - Aber als
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