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Der Meineidbauer

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sehen, was man sie nicht werden, sondern bleiben lässt - als Bauern in der Soutane!   Ferner. Franz! Franz! Lass mich reden! Ich hab's ja seit damal neamand anvertrauen können, was nur wir zwei auf der Welt wissen und unser Herr da droben - verstehst, Franz, wie das druckt, wie a Mühlstein liegt's auf mir und nachtig glaub ich oft, ich werd irrsinnig, wann ich denk, ich hab 's Abendmahl so oft g'nommen und davon nie etwas beicht! - Franz, 's is keiner auf der Welt, dem ich's nit z' sagen brauch und der doch davon weiss, wie du - du bist der einzige, der mich ohne Red' und Gegenred' entsündig'n, der mir in meiner letzten Not einmal die Sünd' aussegnen kann! Franz! Franz! Verlass dein Vatern nit!   Franz (macht sich von dem ihn Umklammernden los).   Ich glaube, Ihr seid jetzt schon von Sinnen! Aber es ist Methode in Eurem Wahnsinn, und Euer Mittel ist drastisch! Ihr würdet Eurer Sünde, ich meines Erbes auf die einfachste Weise ledig, und die Cenzi kriegte den Toni und geistlich' und weltlicher Vorteil gingen hübsch Hand in Hand! Wenn Ihr schon Entsündigung sucht - warum denn bei dem Mitbefleckten und nicht bei den Reinen? Warum lasst Ihr nicht die Crescenz Nonne werden und für uns beide beten? Nach Eurem Denken muss ja doch die Fürbitte der Reinen beim Himmel mehr vermögen!   Ferner. Die Cenzi - die Cenzi. Das arme Dirndl weiss von nix! Soll die's entgelten?   Franz. Ihr habt nicht den Mut, ihr, die von nichts weiss, unter die Augen zu treten als der, der Ihr seid? Ihr wollt den Vater, den halben Heiligen, bei ihr nicht im Kurse fallen machen, der Fromme wollt Ihr in den Augen dieses unerfahrenen Dinges bleiben. Ihr seid aber so fromm, dass Ihr darauf sinnt, die erste Sünde durch eine zweite wett zu machen - weil Ihr zu gut wisst, dass jeder Priester, dem sein Amt heilig ist, Euch das ungerechte Gut nicht in den Händen lassen würde, so wollt ihr den Himmel selbst hintergehen und Euch für Euren Privatgebrauch einen Gelegenheitspriester konstruieren, der Euch auf eigne Faust entsündigt. So wollt Ihr -! Nicht aber was ihr wollt, kommt hier in Betracht, sondern was ich will oder nicht will!   Ferner (reckt sich hoch auf, den Atem ausstossend).   So?! So herrisch?! No, red dich nur aus!   Franz. Was ich jedoch will, das sag ich Euch jetzt kurz und bündig: Dieses Gut hat mich schon Opfer genug gekostet, seine
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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