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Freud' in Ohnmacht fall'n, dass d' jetzt kimmst, wo dich nit
ausweisst und nit daher kamest, wusst d' dir ein' andern Ort?
Vroni.
Ich werd dir nit lang auf der Schüssel lieg'n.
Lies.
A meinetwegen lieg drein bis übers Jahr, dessentwegen is nit -
war lang nit so harb auf dich, hätt ich's nit verspürt, wie d' mir
abgehst.
Vroni (fällt ihr um den Hals).
Ahnl, du hast mich halt doch gern.
Lies.
Was tust denn wieder? Wirf mich noch um. (Tätschelt ihr die
Wange.) Freilich, freilich, bist mein lieb's Dirndl! - Aber jetzt sei
g'scheit, bleib fein da. Hab eh neamand, d' Arbeit geht mir
schon hart; und a freundlich' G'sicht tat mir doch a wohl.
(Wischt über den Tisch.) Setz dich her. (Trippelt zum Schrank
und nimmt aus demselben eine Rein auf einem Brett.) Magst
leicht ein Bissen essen? (Setzt ihr vor.) Musst fruh weg sein,
kimmst so zeitlich her nach Ottenschlag.
Vroni (etwas essend).
Der Postbot' hat mich her auf sein' Wagerl g'nummen.
Lies.
Dös sein die fein', mit die jung' Dirndl fahrn s' gleich meilenweit
ins Land, dass sich dö ja d'Füss' nit vertreten; unseroans könnt'
neben herrennen, dass d' Zung' aus 'm Hals hängt, saget
keiner »Alte, magst aufsitzen?« - Na, schmeckt's? Gelt, Essen,
Trinken und Verliebtsein, sunst steht euch nix an, jung's
G'sindel? Habt's recht, gibt eh nix G'scheits weiters auf der
Welt.
Vroni.
Du führst noch allweil so unebne Reden, bist nit anders word'n?
Lies.
Zahlet sich aus für die paar Jahrl, die ich noch leb!
Vroni.
Ahnl, ich bitt dich gar schön, sei nit so freimäulig. War mir a
rechter Seg'n, wann ich's machen könnt, dass man dich wieder
in der Kirchen sahet.
Lies.
Dummes Ding! Wann d' mir mit solche Vorsätz' kimmst, is's mir
auch lieber, wann d' wieder gehst! Du machst mich nimmer
katholisch. - Glaubst, ich bin dös über Nacht word'n, was ich
bin? Da hab'n mehr Jahr' dran g'arbeit', als du auf der Welt bist.
A Nacht hat's freilich fertig bracht, dö nämlich, wo dein' Mutter
mit enk zwa Kindern an mein' Tür pocht hat, weil s' vom
Meineidbauer vom G'höft g'jagt worden is.
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