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herenten dös nit z'weg'n bringen a so wie die Leut' da drausst?
- Freilich hat's oft G'fahr, wenn einer kimmt: Mutter Lies,
versteckt's mich, sie sein hinter mir her!' Soll ich 'n ausweisen
in seiner höchsten Not? Ich kunnt's nit, ich weiss recht gut, ich
verbesser mir nix in der Leut' Augen durch selb'n Zuspruch,
aber im G'schrei bin ich früher schon g'wesen, auf a mehr oder
minder kimmt's mir nit an, und die paar Jahrln, die mir noch
b'schied'n sein, will ich doch noch leb'n können.
Vroni (geht an dem Fenster vorüber).
Levy (hat Geld auf den Tisch gelegt, den Bündel genommen
und reicht der Lies beide Hände).
Und um das bissel Leben streitet Ihr Euch herum mit aller
Welt? Weiss das, versteh Euch, Burgerlies, müsst nit selber
sein an armer Teufel und obendrein a Jud', der in dem Land da
muss sein Stück Brot suchen. - B'hüt Gott! (Ab.)
Lies (nachrufend).
Glück auf 'n Weg, Levy, und kehr fein wieder zu. (Wischt an
dem Tisch, wo er gesessen. Es klopft.)
Nur rein, wer drausst is!
Neunte Szene
Vorige. Vroni, ein Bündel unterm Arm, tritt zögernd ein.
Vroni.
Grüss Gott, Ahnl!
Lies (dreht sich überrascht um).
Was tausig, Vroni! Du bist's? - Schau einer, lasst dich a amol
sehn? Was gar, mir scheint, du bist ausgestanden aus 'm
Dienst? Wo trittst denn jetzt ein?
Vroni.
Hab noch kein' Dienst.
Lies.
Nit? Is dös so schnell gangen? Dein frumm' Bauerssuhn hat
dich wohl sitzen lass'n, und jetzt is 's Weib ohne Gott und
Glauben wieder gut Freund? Traust dich denn in die gottlose
Wirtschaft da her?
Vroni (mit unterdrücktem Weinen).
B'hüt Gott, Ahnl! (Wendet sich.)
Lies (nimmt ihr den Bündel weg und wirft ihn auf den Tisch
daneben).
Na, dumm's Mensch, musst gleich flenna? Darf die alt' Ahnl
sich leicht nit a bissel 'n Schnabel wetzen? Bleib nur da - d'
Wahrheit verbrennt dich nit wie d' Sunn', wirst nit braun davon!
War leicht das so schön, wie d' von mir g'rennt bist? Soll ich vor
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