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Der Meineidbauer

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a Stück a fünf Jahr bei Euch bin eingekehrt, wie noch hat Eur' Tochter gelebt und wie die beiden Enkelkinder - der Bub' und das Madl, fünfzehn, sechzehn Jahr alt, a Paar prächtige junge Leut - da in der Wirtschaft mitgeholfen haben - was is doch geworden aus die zwei, habt Ihr sie nimmer gesehen seither?   Lies. Weisst ja, nach der Vroni ihr'm Tod hat mir der Vormund 'n Buben nimmer lass'n, ich war ihm z' gottlos, dem frummen Mann, und die Dirn hat mir a so a frummer Bauerssuhn abg'red't.   Levy. Schad um die jung' Leut'. - War a schöne Zeit gewesen damal herob'n. Is mer gekimmen, hat alles gewimmelt von Gäst', mer is da gesessen unter de Pauern, hat einer ja angefangen zu sticheln und ein geheissen e Mauschel! Püh! Wie seid Ihr ihm da gefahren übers Maul. Alles hat gelacht, mer hat gelangt in die Tasch', hat gezahlt a Wein, da war der Frieden hergestellt, die Gläser haben geklungen und alles war wieder gut. Mein, aber jetzt -   Lies. Freilich, seit mein' Vroni tot is und die jung' Leut' weg, bin ich nur älter und tramhaperter word'n; dös dumm' G'sindel da herum feind't mich an, bin neamand mehr anständig, mir zum allerwenigsten, und haus' jetzt da herob'n allein mit ein einzig'n alten tauben Knecht.   Levy. Drum seid Ihr auch geworden zu viel nachdenklich, und kommt emal einer, so sprecht Ihr Euch gern aus; aber es taugt nix, Burgerlies! Ich sag's nit weg'n mir, nein, ich komm zu Euch, solange uns beiden der Herr das Leben lasst, aber es tut mer weh, dass, kümm ich amol, ich find't da alles so leer, und es is a Ereignis, dass tagüber is eingekehrt bei Ihr a Jud'.   Lies. Der noch dazu 's Fressen im Papierl mitbringt! Da kann mer fett werd'n.   Levy (ernst). Werd't Ihr fett, Burgerlies, sagt emol aufrichtig, werd't ihr fett von dem verdächtigen Volk, was bei Euch kehrt ein die Nacht über?   Lies (gedämpft). Du meinst die Schwärzer? 's sein meine einzig'n Kundschaft'n, die da noch was sitzen lass'n; soll ich ihnen leicht die Tür weisen? Sie sein nit so uneb'n, sag ich dir! Dieb' und Rauber sein s' nit. Von Urzeit geht Berg und Tal in ein' Trum fort und die Grenzpfähl' sein nit wie die Bäum' aus der Erd' g'wachsen - und soll ich wohl dafür mehr zahl'n, weil die Spanfudler
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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